Johann Peter Kellner

Sacred Cantatas

Sacred Cantatas
  1. Duett-Arie: Die Nacht, die segensvolle Nacht -:-- / 0:44
  2. Duett-Arie: Wilt du ein Jünger Jesu heißen -:-- / 0:57

Nach 250 Jahren wieder hörbar – Kellner-Kantaten

Dass Johann Peter Kellner trotz relativ kurzer Ausbildung ein recht beachtliches kompositorisches Niveau erreichen konnte, verdankte er nicht zuletzt seiner Kontaktaufnahme mit dem Bach-Freundeskreis. Zu diesem Freundeskreis gehörten, neben den Familienmitgliedern der Bach-Familie, Schüler von Johann Sebastian Bach und befreundete Musiker wie Jacob Adlung in Erfurt. Bis 1762 entstanden mehrere Kantaten, die er zusammen mit seinem Sohn Johann Chtistoph Kellner komponiert hat, die im sogenannten Schüler-Jahrgang zusammengefasst sind. Die Orgel in konzertierender Funktion stand um 1755 im Zentrum seines Kantatenschaffens und verleiht dieser Gattung ein eigenes Gepräge. Hierbei handelt es sich nicht nur um kurze Einwürfe von Motiven, wie später in Kantaten seines Sohnes der Fall, sondern um eine im Wechsel mit den Vokalisten bzw. Violinen eigenständig konzertierende Orgelstimme, die in ihrer teilweise beachtlich virtuosen Behandlung den gesungenen Text illustriert. Die Einflüsse Johann Sebastian Bachs, Gottfried Heinrich Stölzels und zunehmend Carl Philipp Emanuel Bachs sind eminent für die Entstehung der Kantaten Kellners. In diesem Spannungsbogen der musikalischen Stile vom Barock bis hin zur Verwendung empfindsamer bzw. galanter Stilmittel sind die Kantaten entstanden. Diese Kantaten der Bach-Schüler-Generation werden durch die vorliegende an historischer Stelle entstandene Aufnahme unter Verwendung der restaurierten Kellner-Weise-Orgel (1736) nach etwa 250 Jahren der Öffentlichkeit wieder hörbar gemacht.